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Wir haben nachgefragt – Weitere Details zur „80 Prozent-Umfrage “ des DRK

„In 80 Prozent aller Fälle funktioniert die Rettungsgasse nicht richtig“

Dieses erschreckende Umfrage-Ergebnis vom Deutschen Roten Kreuz wurde in den letzten Wochen vielfach zitiert und in eigenen Beiträgen dargestellt. Interessanterweise meist mit einem Beitrags-Foto, welches einen Autobahnstau zeigt – Aber trifft das denn eigentlich zu?

 

Wir haben beim DRK nachgefragt:

„Welche Einsatzfahrten wurden ausgewertet?“

 

Waren es jene Einsätze, deren Blaulichtfahrten sich auf Autobahnen oder Straßen außerorts beschränkten? Oder beinhalten die ausgewerteten Einsätze, zumindest auf Teilbereichen, auch Fahrten durch die Stadt?
Dies dürfte unserer Meinung einen recht deutlichen Unterschied machen!?

Blick in den Außenspiegel, ein Einsatzfahrzeug nähert sich
Blick in den Rückspiegel, ein Einsatzfahrzeug nähert sich. Foto: BerndBast, pixelio.de

Denn für beide unterschiedliche Szenarien gelten ebenso unterschiedliche Regeln: Während Verkehrsteilnehmer innerorts von einer Blaulichtfahrt eher überrascht werden, erst mal erkennen müssen woher das Martinshorn kommt, müssen sie als nächstes einschätzen (erraten), wo das Einsatzfahrzeug wohl hin will – und das völlig unvorbereitet und freilich so schnell wie möglich!

Während es außerorts und auf Autobahnen bestenfalls(!) geordneter abläuft: Denn bereits wenn der Verkehr stockt, spätestens bei Erreichen von Stillstand, muss laut StVO eine Rettungsgasse gebildet (vorbereitet!) werden.
Das klappt leider nicht immer, schon gar nicht in Baustellen-Bereichen.
Allgemein dürften außerorts und auf Autobahnen die Einsatzfahrzeuge deutlich besser voran kommen, als es innerorts der Fall ist!?
Um diesen Eindruck zu hinterfragen, wandten wir uns an das Deutsche Rote Kreuz.


Wir erhielten von Prof. Dr. med. Sefrin die Antwort auf unsere Rückfrage:

Es wurden Einsatzfahrten des Rettungsdienstes ausgewertet.
Das waren vordergründig in 72 % Rettungswagen und in 10 % Notarzt-Einsatzfahrzeuge.

63,5 % waren Einsätze auf der BAB (Bundesautobahn),
12,5 % waren auf Bundesstraßen
und 30,2 % im Innerortsverkehr.

 


Hier geht es zum Beitrag auf der Webseite des Deutschen Rotes Kreuz mit weiteren Details, was die Art der Behinderungen angeht:

https://www.drk.de/presse/pressemitteilungen/meldung/in-80-prozent-aller-faelle-funktioniert-die-rettungsgasse-nicht-richtig/